Früher: Das Dorf Ahlbach (Ohlbach) liegt gegen die rauen Winde aus Norden abgeschirmt, vor einem sich breit hinlagernden Höhenrücken an 2 Bergkegeln, dem Käfernberg oder auch "Kahler Berg" genannt, und dem "Großen Berg" 245 m.n.N. oder auch " Weniger kahler Berg " genannt. An dessen Westseite war wie man in alten Registern lesen kann ein Weinberg. Die Gründung des Dorfes geht weit in das graue Altertum zurück. Das Dorf Niederahlbach ist bereits im 15. Jahrhundert vermutlich durch die Pest untergegangen. Gräfin Ursula, die Frau des späteren Fürsten Johann Ludwig, kaufte 1634 den Hof zu Nieder Ahlbach. Noch heute wird dieser Hof nach Ihr"Urseltaler Hof" genannt. Durchbohrte Steinbeile aus der Jungsteinzeit 4000 - 1600 v. Chr wie sie auf dem Käfernberg bei Erdarbeiten gefunden wurden. |
![]() So wurden in der Jungsteinzeit die Bohrungen bei den Steinbeilen getätigt Als ältestes Zeugnis aus vorgeschichtlicher Zeit ist in Ahlbach ein Steinbeil zu nennen, welches 1950 auf dem Käfernberg bei Abräumarbeiten gefunden wurde. Dieses stammt aus der Jungsteinzeit (5000-2000 v. Chr). Es ist wahrscheinlich, dass auch die Kelten und auch die Germanen in unserer Gegend Siedlungen hatten. Mit Sicherheit können wir heute sagen, dass in Ahlbach schon viel viel früher Menschen lebten, jagten und wohnten wie bisher angenommen. Denn bei Ausschachtungsarbeiten "Im Acker zwischen den Bergen" wurde ein Grab (Hockerbestattung) gefunden, das aus der Hallstattzeit ( 650 - 400 v.Chr.) stammt, sowie eine Grube (Glockenturm) aus der späten Steinzeit die zur Eisengewinnung genutzt wurde. Hier ein Bericht
Bild Hockergrabbestattung aus der Hallstattzeit Zeit 650 - 400 v. Chr. Urnengefäß aus der Hallstattzeit 650 -400 v.Chr die bei Erdarbeiten an der Ahlbach - Faulbacher Flurgrenze gefunden wurden. Auch wurde 1950 nahe der Flurgrenze nach Faulbach zu eine große Urne gefunden die aus der Hallstattzeit (750-400 v.Chr.) stammt. Aus der fränkischen Zeit, etwa ( 500 n.Chr.), sind bei gelegentlichen Erdaushebungen Gräber entdeckt worden. Dieser fränkische Reihengräberfriedhof in Ahlbach liegt etwa 30 Meter oberhalb der Friedhofstrasse bis in den heutigen Friedhof hinein. |
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Urkundlich wurde Ahlbach im Jahre 772 das erste mal bei einer Landschenkung durch die Komtesse Rachild an das Kloster Lorsch genannt. Der Dorfname Ahlbach ist von dem Gewässernamen "al-a" abgeleitet, und bedeutet am Wasser. Damals bedeckten noch weite Wälder unser Land. Über den ganzen Höhenrücken nach Dietkirchen und Offheim zu bis hinunter zur Lahn zog sich ein weiter Forst, der Reckenforst . Die älteste Straße in Ahlbach war die Kirchstraße, dort standen 1366 neben der Kirche zwei Höfe. Ein Hof gehörte der Köthe von Wahnscheid, und der andere einer Frau mit ihrem Sohn die nicht namentlich genannt wird. Unser Dörfchen lag früher an zwei wichtigen Handelsstraßen, da man damals die Lahn nur an einer "Furt" überqueren konnte, und dieses war in Limburg und in Dietkirchen möglich. Muss man sich vorstellen das die Handelsgüter von Norden und Westen an Ahlbach vorbei nach Süden und bis nach Italien und umgekehrt transportiert wurden. Nachdem man die Lahn überquert hatte ging es in Nord westlicher Richtung durch den "Reckenforst" bis zur Gemarkungsgrenze von Ahlbach und Dehrn dort befand sich eine wichtige Weggabelung. Links führte "Die Hohe Straße" zwischen der Ahlbacher und Niederahlbacher Flurgrenze durch den "Damm" über die Höhe (Hee) Richtung Faulbach, um den Galgenberg (bei Hadamar) herum nach Niederzeuzheim und dann weiter bis in den hohen Norden. Geradeaus in westlicher Richtung führte der Weg am Ahlbacher Zollhaus vorbei Richtung Obertiefenbach bis nach Berlin und Osteuropa. Diese Ost-West-Verbindung wurde auch in unserer Gegend "Die Lange Meil" genannt und ist heute noch die wichtigste Ost-West-Verbindung. Den südlichen Zugang Ahlbachs sperrte ein Falltor, das erstmals 1296 benannt wurde. Dieses war die Eingangspforte und die heutige Fahlerstraße, der Hauptweg. Das ganze Dorf war mit einer hohen Hecke umgeben und geschützt, in der sich die strohbedeckten Häuser und Scheunen, Bleichplätze und Kräutergärten befanden und sich das karge Dorfleben abspielte. Das Dorf ende war heute Vorderstraße (auch Borngasse genannt) Ecke Kirchstraße, wo sich die Quelle des Baches "Ahlbach" befand. Von dort schlängelte sich der Dorfbach Richtung Klosterstraße, wo die Bewohner ihre Wäsche reinigten und die Kinder spielten. Oberhalb der Quelle führte ein Weg, geradeaus weiter am Diersteiner Hof (heute Anwesen Steinmann) vorbei in Richtung Faulbach - Hadamar - Oberweyer. An der Ecke Klosterstraße Vorderstraße war dieser Dorfbach zu einem Fischweiher gestaut, und dort befand sich ein Hof der Ritter von Willnsdorf. 1352 ging dieser Hof in das Eigentum der Mönche von Marienstatt über (heute Anwesen Hofmann). Nach der Trockenlegung dieses Fischweihers und der feuchten Wiesen, die etwa 120 m lang und 40 m breit war, entstand dort ein Klostergarten. Durch diesen führte ein Weg, genannt Steinpfuhlgasse, die heutige Klosterstraße. |
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Die
Geschichte der Ahlbacher Höfe war eng mit der
Dorfgeschichte verknüpft. Klöster, Adelige und Stadtherrn waren die
Grundbesitzer. Die Bewohner des Dorfes arbeiteten früher als Leibeigene,
später als Pächter auf diesen Höfen. Solche Gutshöfe besaßen in Ahlbach,
das
Kloster Schönau, das St. Lubentiusstift aus Dietkirchen, das
Kloster Marienstatt, das
Kloster Eberbach, das St. Georgsstift aus Limburg, das
Kloster Arnstein, das Nonnenkloster Dierstein, das Dominikanerkloster aus
Hadamar, die Grafen von Katzenelenbogen, und die Freien von Dehrn.
In vielen Urkunden über Höfe und Güter von Kirchen, Klöstern und Adelsfamilien, kommen häufig einzelne Einwohner von Ahlbach als Zeugen und Pächter vor. Dort werden auch "Die Ritter von Ahlbach" erwähnt. Sie hatten eine kleine Burg, in der Oberortsstrasse (beim Anwesen Kurz). Einige Reste wurden bei Schachtarbeiten gefunden. Ebenso wurden Im Glockengarten (die Gärten der oberen Bergstraße) Reste der Junkersmauer gefunden, sie war die erste steinerne Befestigungsmauer von Ahlbach. Im Jahre1518 wird erstmals die Bevölkerungszahl von Ahlbacher Frauen, Männern und Kindern genannt. Es lebten hier 18 Familien mit insgesamt 69 Personen und 19 Feuerstellen waren vorhanden. Über die Vermögensverhältnisse wurde im Jahre 1542 erstmals etwas erwähnt. Die Einwohner von Ahlbach mussten ihr Vermögen selbst schätzen und davon ca. 1/2 % an Steuern zahlen. Im Jahre 1578 gab es schon 29 Häuser und 23 Feuerstellen. Im Dreißigjährigen Krieg war ein starker Rückgang der Bevölkerung zu spüren, man nennt nur noch 14 Einwohner. Jedoch 1697 nennt man schon wieder 29 Namen darunter 3 Witwen. Im Jahre 1711 wurde ein Spatzenablieferungsregister erwähnt, wonach jeder Einwohner 12 Spatzen im Jahr abzuliefern hatte, da man diese als Schädlinge ausrotten wollte. Und es wurden 262 Spatzen abgeliefert. Die ersten sicheren Einwohnerzahlen liegen von 1750 mit 156 Personen 34 Häusern und 1809 mit 368 Personen in 53 Häusern vor. Sofern gab es 25 Pferde, 13 Ochsen, 60 Kühe, 20 Rinder, 150 Schafe, 50 Schweine und 6 Bienenstöcke. In der Gemeindechronik von 1840 wurde erwähnt, dass in Ahlbach schon 72 Häuser, 114 Familien und 486 Einwohner lebten, sowie 1947 Morgenland bebaut wurden. In der Mitte des 17. Jahrhunderts gab es schon eine Schmiede (bei Herbert Hilb), die von den Brüdern Weis betrieben wurde. Auch gab es schon eine Gastwirtschaft bei Peter Hartmann, bei dem auch Wandergesellen übernachten konnten. So kam auch der Schreiner Heinrich Wilkens nach Ahlbach und machte sich als Schreiner selbstständig. Eine zweite Schreinerei war schon über viele Generationen in Ahlbach ansässig, nämlich die Schreinerei Mink.1839 kam David Weißer der Uhrmacher und 1840 Josef Dold Sattler nach Ahlbach. Beide waren Handwerksgesellen und wurden hier sesshaft. Etwa gleichzeitig besaß Josef Krämer schon eine Wagnerei, ebenso auch Georg May. Weitere Schmieden wurden von Johann Krämer und Wilhelm Schönborn gegründet. |
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Die
Überbevölkerung der Dörfer ließ die Armut steigen, denn das vorhandene
Nutzland konnte nicht mehr vergrößert werden. Somit verfügten die
ortsansässigen Bauern nur über kleine Wirtschaftsflächen, die sie mit
einem Gespann bebauten. Die Dreifelderwirtschaft war schön längst
abgeschafft, und das vorhandene Land wurde jährlich genutzt. Auch trug
die Real-Erbteilung viel dazu bei, dass die einzelnen Parzellen immer
kleiner wurden. So wurde aus der Not eine Tugend, und viele Wanderten in
andere Industrieregionen oder sogar nach Übersee aus, um sich eine neue
Existenz aufzubauen.
Eine kleine Zusammenfassung der folgenden 250 Jahre, die den Wandel und das Auf und Ab in Ahlbach und in der Welt zeigt. 1730 im oberen Stockwerk des Gemeinde "Backhauses" wird zum ersten male Schulunterricht gehalten 1824 wird mit dem Bau der "alten Schule" begonnen 1826 wird an der Südseite der "alten Schule" eine Gemeinde Baumschule angelegt 1837 wurde der Stall neben der Schule aus Basaltstein erbaut 1863 die Gemeinde kaufte den Schulgarten östlich der Schule es wurde eine Feuerspritze angeschafft 1869 wurde an der "alten Schule" im Oberen Stockwerk die schadhaften Lehmgefache herausgenommen und durch Tuffstein-Mauerwerk ersetzt. viele Kinder erkrankten an Scharlach und Diphtherie 1873 lebten in Ahlbach 580 Einwohner der Männergesangverein wird gegründet an der alten Kirche wird eine Sakristei angebaut der alte Friedhof wird geschlossen und auf der Hehl wird ein neuer Friedhof angelegt
An der alten Kirche wurde eine Sakristei
angebaut.
1874 im Januar wird eine neue Orgel in der alten Kirche aufgestellt. 1879 wegen der außergewöhnlichen Kälte wurden mehr als die Hälfte der Apfel-, Birnbäume zerstört
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1880 wird
die Ahlbacher Kirche durch einen Chor und einen Turm erweitert. 1883 in der Ahlbacher "alten Schule" werden 155 Kinder unterrichtet ein zweiter Schulsaal wird geplant 1884 wurde der Anbau der alten Schule vollendet 1893 kommt die elektrische Energie nach Limburg. 1908 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr in Ahlbach. 1912 wird in Ahlbach ein Turnverein gegründet die Ahlbacher Einwohner können den Zeppelin sehen, der Führerlos durch die Luft fuhr, er hatte sich in Limburg (Hof Blumenroth) abgerissen und zerschellte am Weberberg bei Weilburg 1917 liefert Ahlbach eine Glocke und 17 Orgelpfeifen ab, die geschmolzen und zu Kanonen verarbeitet werden 1918 Von Ahlbach haben 128 Männer an Krieg teilgenommen, 24 davon sind gefallen In Berlin tobte eine Revolution Kaiser Wilhelm dankt ab Am 11.11 Waffenstillstand unter harten Bedingungen für das Deutsche Volk 1920 wird in Ahlbach ein Fußballclub gegründet, Ihm wird der alte Sportplatz an der Meil zur Verfügung gestellt. 1921 hat Ahlbach 720 Einwohner es wird mit dem Tonabbau in der "Kaltenwies" begonnen in Limburg werden die Gaslaternen durch elektrische ersetzt 1924 übernehmen erstmals Postomnibusse die Personenbeförderung auf der Meil nach Limburg anstatt der vorher eingesetzten Kutschen "Neue" Postbusse übernehmen den
Personenbeförderung nach Limburg
1925 kommt erstmalig die Elektrizität nach Ahlbach. 1929 erhält Ahlbach eine Poststelle im Gasthaus Schneider. 1930 sind 95 % aller Männer in Ahlbach erwerbslos. 1933 Hindenburg beruft Hitler zum Reichskanzler. 1935 Das alte Backhaus sowie das Gemeindehaus (am heutigen freien Platz) wird abgerissen. 1939 Die abendliche Verdunkelung wird vorgeschrieben und es treffen 200 Flüchtlinge aus dem Saargebiet in Ahlbach ein 1940 kommen die ersten französischen Kriegsgefangenen in der Landwirtschaft und im Steinbruch zum Einsatz 1941 fallen die ersten Bomben in der näheren Umgebung. 1943 Bei Faulbach stürzt ein Flugzeug ab, viele Flugzeuggeschwader fliegen über Ahlbach und eine Luftschlacht tobt über den Ahlbacher Köpfen. 1946 zählt Ahlbach 861 Einwohner Sportclub Edelweiß vereinigt sich mit dem Turnverein zur Turn- und Sportgemeinde Ahlbach 1950 Bei dem wirtschaftlichen Aufschwung setzt in Ahlbach rege Bautätigkeit ein, es standen für 220 Haushalte nur 152 Wohnhäuser zur Verfügung. 1951 Beschaffung von 2 neuen Glocken. 1952 Fahlerstrasse wird zum Neubaugebiet erschlossen. 1953 Ahlbach erhält seine erste Wasserleitung. 1957 werden 4500 Kiefern durch Schulkinder gepflanzt. 1958 eine neue Kanalisation wird nach und nach verlegt.
Abriss der alten Kirche
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1959 wird
das Neubaugebiet Schillerstrasse erschlossen
die alte Kirche wird abgerissen am 01.Juni wurde Pfarrer Becker unser neuer Pfarrer damit der Gottesdienst weiter aufrecht erhalten werden konnte, wurde kurzerhand der Saalbau Schneider zur Verfügung gestellt 1960 Fertigstellung und Einweihung der neuen Kirche die Baugebiete Langstrasse und Schulstrasse werden die Fahrzeugsegnung wurde eingeführt
1964 die Pfarrvikare Ahlbach wird zur Pfarrei erhoben
1967 hat Ahlbach 961 Einwohner die neue Schule wird am 1. Sept. bezogen und der Friedhof wird erweitert
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1968 ein
neuer Sportplatz wird in der Dehrnerstrasse angelegt. 1969 wird die neue Friedhofshalle eingeweiht 1970 der erste Altennachmittag für Senioren wird veranstaltet 1971 wird ein neues Feuerwehrauto mit allen Zusatzgeräten angeschafft die alte Schule wird von der Zivilgemeinde an die Kirchengemeinde übergeben es wird mit dem Bau des Dorfgemeinschaftshauses begonnen. 1972 Eingemeindung Ahlbachs in die Stadt Limburg 1200 Jahrfeier Ahlbachs Video 1200 Jahrfeier Einweihung des Dorfgemeinschaftshauses. 1973 Die Stadt Limburg errichtet den Ahlbacher Kindergarten der MGV feiert sein 100 jähriges bestehen. 1974 zu den vorhandenen 3 Glocken in der Kirche wird noch eine größere vierte angeschafft Pfarrer Hans Becker geht in den Ruhestand, Dekan Albert Zell wird sein Nachfolger die Caritas - Gruppe wird gegründet die Frauengemeinschaft mit über 50 Frauen wird ins Leben gerufen das Pfarrhaus wird Renoviert 1975 Diakon Hilgert wird der Gemeinde vorgestellt 1976 die erste Pfarrkirmes findet statt 1977 die neue Kirche wird umgebaut, im Altarraum werden 3 Stufen weggenommen die Kirche bekommt einen neuen Farbanstrich das Bartholomäusfenster wird am Seiteneingang eingebaut 1980 Pfarrer Zell wird versetzt und es wird Pfarrer Frank in das Amt eingeführt 1981 der neue Marienaltar wird errichtet 1983 die Außenanlage der Kirche wird neu gestaltet 1984 das Pfarrzentrum (alte Schule) bekommte eine neue Gas Heizung die Frauengemeinschaft feiert ihr 10. jähriges Bestehen
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